Róža Domašcyna
Buchpremiere mit musikalischer Umrahmung
Unterm weißleinenen tuch
111 Gedichte aus drei Jahrzehnten
Róža Domašcyna - „eine Landstreicherin über Traditions- und Sprachgrenzen hinweg“ Gerhard Wolf
Seit dem Jahr 2000 gibt der Domowina-Verlag in der Reihe „Die sorbische Bibliothek“ bedeutende Werke sorbischen literarischen Erbes und zeitgenössischer Literatur in deutscher Sprache heraus. Der 14. Band mit dem Titel „Unterm weißleinenen tuch“ ist eine Werkauswahl der Dichterin Róža Domašcyna. Sie beinhaltet 111 Gedichte und Prosagedichte aus drei Jahrzehnten, darunter elf Erstveröffentlichungen.
Róža Domašcyna dichtet sorbisch und deutsch, sie steht für eine nur ihr eigene poetische Sprache, im Sorbischen wie im Deutschen. Sie schafft Übergangszonen zwischen ihren Sprachen – ein seltenes Phänomen, eine Art interlingualer Poetik. Der Band versammelt eine persönliche Auswahl ihrer deutschen Gedichte. Mannigfaltig sind die Themen, denen sie sich darin widmet, ihre lyrischen Texte „bilden nicht nur eine Wirklichkeit, schon gar keine spezifisch sorbische ab, sondern Wirklichkeiten im Plural, also eine Vielfalt möglicher Welten“, betont Walter Koschmal im Nachwort zur Ausgabe. Beigefügt hat Róža Domašcyna ihren eigenen Texten Nachdichtungen von Gedichten Jurij Chěžkas (1917–1944), die als Beginn und erster Höhepunkt der modernen sorbischen Poesie gelten.
Róža Domašcyna, geboren 1951, Studium der Ingenieurökonomie und am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig. Seit 1990 ist sie freie Autorin in Bautzen. Róža Domašcyna ist Trägerin des Ćišinski-Förderpreises der Stiftung für das sorbische Volk und des Sächsischen Literaturpreises, Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Sächsischen Akademie der Künste.
Es lesen die Dichterin Róža Domašcyna und Peter Thiemann.
Musikalische Umrahmung: Streichquartett des Sorbischen National-Ensembles
Eine gemeinsame Veranstaltung des Sorbischen National-Ensembles
und des Domowina-Verlags
