Sinfoniekonzert

Mit Werken von Pärt, Krawc und Dvořák

Arvo Pärt (*1935) gehört zu den wichtigsten und gleichzeitig populärsten Schöpfern spiritueller, geistlicher Musik der Gegenwart. In den Feuilletons wird er als Magier des Klangs, Meister der Spiritualität und der archaischen Formen gepriesen. Im Jahre 1976 entdeckt Arvo Pärt ein neues kompositorisches Prinzip, das sein Werk bis zur Gegenwart prägen wird. Er nennt die Kompositionstechnik „Tintinnabuli“, was wörtlich übersetzt „Glöckchen“ bedeutet. Pärts Meisterwerk „Fratres“  gilt als klassisches Beispiel für die Tintinnabuli-Technik und wird in der ursprünglichen Version für Kammerensemble im Konzert zu hören sein.  
In die Riege der bekanntesten und einflussreichsten sorbischen Komponisten reiht sich ohne Zweifel Bjarnat Krawc (1861-1946) ein. Mit der Integration sorbischer Elemente in seine Werke versuchte er das sorbische Volk bewusst geistig zu festigen. In seiner „Sorbischen Rhapsodie für Violine und Klavier“ op. 63 spiegelt sich das Konzept der Verbundenheit mit dem Volk wieder. In der Orchesterfassung von Helmut Fritsche, welche wiederum durch Hans-Peter Preu für das Orchester des SNE arrangiert wurde, erklingt die Rhapsodie an diesem Abend mit dem erst 15-jährigen Violinen-Solisten Leonard Toschev. Er gewann bereits zahlreiche Wettbewerbe, u. a. dden internationalen Jugend-Musikwettbewerb „Young Ludwig“ 2020 in Vorbereitung auf die Schlesischen Musikfeste im Jahre 2021. Als Preisträger des 27. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt Leonard Toschev seit Februar 2019 eine Violine von Enrico Ceruti, Cremona 1845.
Als weiteres Meisterwerk erklingt die Serenade für Streichorchester E-Dur op. 22 von Antonín Dvořák (1841-1904), die als Summe des Wohllauts und der herrlichsten böhmischen Melodien bezeichnet wird. Alles an diesem klangseligen Werk kündet von der guten Laune des aufstrebenden Komponisten Dvořák. Themen hat er in geradezu verschwenderischer Fülle über die fünf Sätze ausgestreut. In satt-samtigem Klang entfalten die Streicher eine Wärme und Innigkeit, wie sie selbst die ähnlich erfolgreichen Streicherwerke von Tschaikowsky und Grieg nicht überboten haben.
Unter der musikalischen Leitung der Intendantin des SNE, Judith Kubitz, interpretiert das Orchester des SNE gemeinsam mit dem Nachwuchsviolinisten Leonard Toschev kammermusikalische Kostbarkeiten.

BESETZUNG Orchester des Sorbischen National-Ensembles, Leonard Toschev (Violine)

MUSIKALISCHE LEITUNG N.N.

 

 

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