„Ich bin froh, dass ich dies miterleben durfte“

Interview mit Sophie Heiduschka – Elevin im Chor des SNE

Wie hast du von der Eleven-Stelle im SNE erfahren? Was hat dich dazu bewegt, sich auf diese Stelle zu bewerben?
Als kleines Mädchen habe ich mir immer schon gern die Produktionen des Ensembles angeschaut, vor allem die Ballettaufführungen für Kinder und die Kindervogelhochzeit. Außerdem habe ich mit 17 Jahren am Musikwettbewerb “Junge sorbische Musik” teilgenommen. In diesem Wettbewerb habe ich Klavier gespielt und im Quartett gesungen. Nach dem Wettbewerb habe ich mich mit dem Chordirektor des SNE, Andreas Pabst, unterhalten, welcher mir anschließend die Eleven-Stelle im Chor empfohlen hat.

Was hat dir in Bezug auf das Leben als Künstlerin besonders gefallen?
Besonders gefällt mir, dass die Arbeitszeit und die Arbeit an sich sehr abwechslungsreich sind. Ich singe nicht nur im Chor, sondern darf auch schauspielern. Und das ist das was mir am besten gefällt: jeder Tag ist anders, die Arbeit bleibt spannend und ich habe große Freude daran.

Das SNE spielt Konzerte, hat Kinderproduktionen, zeigt Musiktheater – in welchen Genres durftest du bisher mitwirken?
Bis jetzt durfte ich in reinen Chorkonzerten aber auch in Konzerten mit Orchester singen. Auch in der Produktion der Kindervogelhochzeit und der Abendvogelhochzeit durfte ich mitspielen. In der Abendvogelhochzeit durfte ich neben Chorauftritten auch eine größere Rolle übernehmen.

Bei welcher Produktion hast du bisher am liebsten mitgewirkt?
Am besten hat mir die Mitwirkung an der Abendvogelhochzeit gefallen, weil ich in dieser Inszenierung singen und schauspielern konnte. Die große Gemeinschaft von Ballett, Chor, Orchester, Gastschauspielern, Choreografen, Regisseur usw. hat mir sehr gefallen. Wir waren eine Einheit, es war sehr abwechslungsreich und es hat immer großen Spaß gemacht. Ich bin froh, dass ich dies miterleben durfte. Es war eine großartige Zeit.

Würdest du die Eleven-Stelle im Chor weiterempfehlen?
Die Stelle der Elevin kann ich sehr empfehlen. Ich muss aber auch dazu sagen, dass es besser ist, wenn man davor bereits eine Stimmausbildung hatte. Das tägliche singen ist äußerst anstrengend wenn man es nicht gewohnt ist. Das ist vergleichbar mit einem Marathon, denn auf diesen muss man sich auch vorbereiten. Aber ich kann sagen, dass die Eleven-Stelle im SNE sehr viel Freude bereitet.

Auf welche Art wirst du weiterhin im künstlerischen Bereich tätig sein? Hast du vielleicht sogar ein Studium in dieser Richtung geplant?
In diesem Jahr habe ich gemerkt, dass ich mein Geld nicht mit der Musik verdienen möchte. Bei mir persönlich sehe ich die Gefahr, dass ich die Freude am Musizieren und Singen verlieren könnte. Und das möchte ich nicht. Ich werde in Zukunft weiterhin musikalisch sehr aktiv sein.  Beispielsweise habe ich den Chor „Meja“ mit dem Klavier begleitet, auch mit unserem Quartett werde ich weiter singen. Mit David Schäfer, der Posaune spielt, möchten wir eventuell professionelle Aufnahmen machen. Außerdem schreibe ich selber Lieder, die ich zusammen mit Simon Heiduschka aufnehmen möchte. Aber auch zahlreiche weitere Projekte laufen nebenbei wie zum Beispiel mit Martin Wetzlich oder der Band „Sorbian Art Trio“.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!